Geschichte von Costa Rica

Die ersten Indianervölker wanderten vermutlich um 10.000 vor Christus nach Costa Rica ein. Die Völker blieben verstreut und hatten unter den Häuptlingen, die sich stetig bekämpften, nicht wenig zu leiden. Ab dem 6. Jahrhundert ließen sich die Chorotega hier nieder. Bis zum 9. Jahrhundert kamen die Ethnien mit den Seefahrern in Kontakt, was ihre eigene Kultur stark beeinflusste. Der erste Europäer, der nach Costa Rica kam, war Christoph Kolumbus im Jahr 1502. Die Spanier versuchten im Jahr 1506, eine Kolonie im Land zu gründen. Sie versklavten die Ureinwohner und die mitgebrachten Krankheiten bewirkten, dass sich deren Zahl drastisch reduzierte.

1562 wurde Vasquez de Coronado der Gouverneur von Costa Rica und ernannte das spätere Cartago (damals El Guarco) zur ersten Hauptstadt. Er verteilte Land an seine Soldaten, die die Einheimischen zur Arbeit zwangen. Der Großteil dieser Einheimischen starb aber an den mitgebrachten Krankheiten und so mussten die Siedler selbst arbeiten. Das Land verarmte zusehends. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Landwirtschaft am wichtigsten in Costa Rica. Die Bevölkerung wuchs und es wurden neue Städte errichtet. 1821 wurde die Unabhängigkeit Mittelamerikas in Costa Rica bekannt und es wurde eine provisorische Regierung gegründet. 1824 wurde der erste Präsident gewählt, Juan Mora Fernandez. 1839 löste sich die Zentralamerikanische Föderation auf. In der Zeit wurde die Nachfrage nach Kaffee immer größer und Costa Rica wurde zu einem der wichtigsten Exporteure. Die politische Szene wurde schon bald von den Kaffeebaronen beherrscht.

1948 brach in Costa Rica der Bürgerkrieg aus, José Mora Fernandez übernahm nach dem Ende des Krieges mit der Partei PLN die Macht. Die Rezession begann. Durch den Krieg in Managua wurde Mittelamerika in eine tiefe Krise gestürzt. In Costa Rica wurde durch Flüchtlinge die antisandinistische Bewegung der so genannten Contras gegründet. Costa Rica war auf wirtschaftliche Hilfe durch die USA angewiesen, die aber wiederum wollte, dass die Contras freie Bahn hätten. Sie wurden erst durch den neuen Präsidenten Oscar Arias Sanchez vertrieben, der 1986 an die Macht kam. Heute steigen die Tourismuszahlen an und das Land kann sich über ein positives Image freuen.

Viele Menschen interessieren sich für einen Urlaub in einem anderen Land, bei dem die dort gesprochene Sprache erlernt werden kann. Nun geht es bei den Spanisch Sprachreisen aber nicht in erster Linie darum, einen Urlaub zu verbringen, sondern es findet ein regelmäßiger Unterricht statt, der allerdings mit Ausflügen und Besichtigungstouren verbunden wird. Ein wenig kommt also doch das Urlaubsfeeling auf, vor allem dann, wenn der Unterricht nur vormittags stattfindet und der Nachmittag frei ist.