Costa Rica Politik
Alle vier Jahre wird in Costa Rica ein Präsident gewählt. Die Wahl wird direkt durch das Volk vorgenommen. Eine Wiederwahl des Präsidenten ist ausgeschlossen, allerdings gibt es momentan Diskussionen über eine Änderung der Verfassung, womit erreicht werden soll, dass ein Präsident maximal einmal wiedergewählt werden kann. Der Entscheid dazu wurde noch nicht getroffen. Die Regierung setzt sich zum einen aus dem Präsidenten des Staates zusammen, dazu kommen zwei Vizepräsidenten und der Regierungsrat. Dieser Regierungsrat besteht aus insgesamt 17 Mitgliedern. Das Parlament und der Nationalkongress bestehen aus 57 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Sie werden aber nicht direkt vom Volk gewählt, sondern durch die Kantonalverwaltungen. Besteht eine Zweidrittelmehrheit im Kongress, so können damit Entscheidungen der Regierung widerrufen werden. Der Kongress kann auch den Staatshaushalt ergänzen sowie die Richter ernennen, die am Obersten Gerichtshof tätig sein sollen.
Eine wichtige Persönlichkeit im politischen Leben Costa Ricas ist Oscar Arias Sanchez, der zwischen 1986 und 1990 sowie zwischen 2004 und 2010 Präsident war. Er erhielt i1987 den Friedensnobelpreis, denn aufgrund seiner Bemühungen verschwanden die so genannten Contras aus Costa Rica und er trug enorm zur Herstellung eines dauerhaften Waffenstillstandes sowie des Friedens in Mittelamerika bei. Nach Oscar Arias Sanchez wurde erstmals eine Frau als Oberhaupt des Staates in Costa Rica gewählt. Es handelt sich um Laura Chinchilla Miranda. Von Seiten des Auswärtigen Amtes gibt es ebenfalls eine Äußerung zu der Innenpolitik in Costa Rica. Hier wird gesagt, dass Costa Rica in Bezug auf die politische Stabilität und den Frieden auf sozialer Ebene ein Musterland sei, wenn man es im mittelamerikanischen Kontext betrachte. Das Land folge dem Muster Nordamerikas in Verfassung und Institution zumindest teilweise, wobei die Teilung der Gewalten streng vorgenommen würde.